Gemeinsamer Kick-off Sommer 2017

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«Wir gehen auf dem Boden von starken Beziehungen in unser Schulzimmer». Bewusst nehmen wir uns als Crea-Schule am Anfang eines Schuljahres Zeit heraus, um nachhaltig in Beziehungen zu investieren. Dieses Jahr machten wir uns auf, um die Thur zu erforschen. Aber zuerst noch zwei, drei Sätze zu Beziehungen. Denn diese werden für uns als Crea-Schule je länger je wertvoller. Das zeigt sich, wenn Mama Edith zu Hause mit Tochter Simea eine Bastelarbeit entwickelt und die beiden während der Assistenz-Zeit von Edith mit anderen Kindern zusammen etwas Wunderschönes kreieren. Das wird sichtbar, wenn auf ein Eröffnungsfest hin sich Eltern aktiv mit einklinken und sie mit ihren Kindern zu Hause etwas produzieren, backen, das am Herbstmarkt angeboten werden kann. Das wird spürbar, wenn Eltern bei Lehrkräften nachfragen, wie es geht. Und man merkt: Gefragt ist nicht das nette «Scho guet» – sondern man darf echte Einblicke geben… und es zeigt sich auch, wenn eine Frau im Zug einem Kind begegnet. Die beiden kommen ins Gespräch. Die Frau staunt, wie offen und unkompliziert das Kind ist. Ihr wird sogar ein Fitzers angeboten… Und irgendwann berichtet das Kind, dass es in die Crea-Schule geht, es die Schule geniesst und es echt begeistert ist von den Lehrkräften.

Starke Beziehungen sind extrem wertvoll. Am Montag, Dienstag – 14./15.August investierten wir in Beziehungen, indem wir mit dem öV ins Toggenburg fuhren, wir gemeinsam nach der Thurquelle forschten, was in einem heissen Sommer gar nicht so einfach ist… wir sie tatsächlich fanden… und noch über viel mehr staunten: Über Ziegen, die sich schlussendlich doch noch streicheln liessen; erklimmbare Kletterfelsen die kombiniert waren mit einer Baumstamm-Rutschbahn; knapp erreichbare Steine mitten im Bach; weit entfernte Bergspitzen mit faszinierenden Namen – Selun, Frümsel, Brisi… ; erfrischende Thurwasserfälle. Wir hatten intensivste Zeiten, in denen wir einen Weg suchten mitten im wilden Urwald angrenzend an die Thur; beim gemeinsamen Kochen; als Susanne und Christian vergeblich versuchten, alle Kinder zu fangen; als Kinder die eine oder andere Träne vergossen, als das Heimweh drückte; als die gesperrte Brücke uns motivierte, einen Weg durch den Fluss zu suchen… als der Weg lang wurde… und wir eine lange Rast unten beim Thurbecken genossen.

Wir lernten einander ganz neu kennen. Und es tat gut!