Vertrauenspädagogik

Im Umgang mit den Kindern orientieren wir uns an den christlichen Werten im Sinne der Vertrauenspädagogik von Heinz Etter. Dabei steht die Beziehung zwischen Kind und Lehrperson im Vordergrund. Diese Bindung an die Lehrkraft steht im Einklang mit der Bindung an die Eltern. Die Kinder – und deren Eltern – werden so angenommen, wie sie sind und werden nicht nach ihrem Verhalten beurteilt.

Das vertrauenspädagogische Schulkonzept umfasst folgende Schwerpunkte:

  • Jüngere Kinder lernen (fast) nur von Menschen, zu denen eine Bindung besteht.
  • Kommunikativer Unterricht ist nur im Kontext solcher Vertrauensbeziehungen hilfreich.
  • Schülerinnen und Schüler im Widerstand gegen Personen oder Themen sollen weder unter Druck gesetzt, noch angefeindet werden, sondern so betreut, dass ihr Widerstand weder für sie selbst, noch für die Lernatmosphäre in der Gruppe zur Belastung wird.
  • Lernprozesse ereignen sich in entsprechenden Situationen spontan und innengesteuert. Äussere Anreize, wie Belohnungen oder die Aussicht auf negative Konsequenzen, können kurzfristig die eigene Motivation des Kindes ersetzen, langfristig aber bauen sie Interesse und Neugierde eher ab, als dass sie sie verstärken würden.
  • Leistungsmessung in all ihren Formen ist dem Lernen abträglich, weil sie den Blick vom Gegenstand wegführt, hin zur „Güte“ des Kindes, mit all den Sorgen bzw. dem Dünkel, das das auslösen kann.
  • Wo Leistungsmessungen unumgänglich sind, sollen sie zeitlich fern sein von der Vermittlung des Stoffes, damit sich das Kind unbeschwert auf die Sache einlassen kann.
  • Lerninhalte werden nicht nur kognitiv, sondern insbesondere auch emotional verankert. Nachhaltiges Lernen geht deshalb einher mit Lernfreude und Begeisterung.
  • Emotionale Reifungsprozesse brauchen einen möglichst sorgenfreien Raum.

Altersdurchmischte Klassenzusammenstellungen begünstigen natürliche Interaktionen im Sinne von Fürsorglichkeit und Anlehnung, von Lehren und Lernen.